
Sei Zukunft für Jonny – werde Hunde-Pate
Der 2010 geborene Jonny wurde wohl wegen seines Alters ausgemustert und einfach der Straße überlassen. Er streunte 3 Wochen lang in einem Bergdorf auf Kreta herum bis die Tierschützer von APAL endlich informiert wurden und ihn in ihre Obhut nehmen konnten.
Kein einfaches Leben hatte Jonny, das sah man ihm an. Leider hörte man es auch, denn der gutmütige Rüde hatte manchmal Albträume und winselte so vor sich hin, dass es einem das Herz brach.
Eine eigene Familie in einem Zuhause-für-Immer konnte für Jonny nicht gefunden werden, dafür aber eine liebe Dauerpflegestelle, wo er sein restliches Leben so richtig genießen kann.
Damit Jonny noch einen schönen und sorgenfreien Lebensabend verbringen kann, braucht es deinen Einsatz als Pate. Alterstypisch sieht er nicht mehr so gut und ist fast taub, auch eine leichte Inkontinenz hat sich eingeschlichen. Aufgrund einer Nierenerkrankung braucht Jonny spezielles Nierenfutter. Mit deiner finanziellen Unterstützung kann nicht nur die Grundversorgung, sondern auch die tierärztliche Versorgung von Jonny sichergestellt werden.
Über dein Engagement als Pate freut sich Jonny ganz besonders, genauso wie wir von Apal ohne Grenzen e.V. Ein großer Dank an dich für deine Initiative und deine Unterstützung.
Bilder von Jonny












Update
Hallo, ich bin Luke, ein griechischer Senior aus Kreta, und wohne inzwischen mit meiner Familie in Köln. Als ich vor 3 ½ Jahren nach Deutschland kam, war das eine große Veränderung für mich – besonders, weil ich damals schon etwa 12 Jahre alt war. Nachdem ich lange alleine in einem Bergdorf umhergeirrt bin, bekam ich plötzlich die Chance auf ein neues Abenteuer: ein neues Land, eine andere Umgebung und endlich eine eigene Familie.
Mein bisheriges Leben war geprägt von Angst. Ich hatte gelernt, mich zu unterordnen, durfte mich kaum bewegen und lebte an einer Kette. Und plötzlich bekam ich ein bequemes Geschirr, regelmäßiges Futter und durfte spazieren gehen. Das war eine völlig neue Welt für mich.
Nach einer kurzen Übergangszeit in Kreta erhielt ich die tolle Nachricht, dass trotz meines hohen Alters und meiner gesundheitlichen Probleme jemand bereit war, mir ein Zuhause zu schenken. Bei mir wurden Herz- und Nierenprobleme festgestellt, und ich war sehr unsicher – doch meine Chance war da. Also stieg ich in ein Flugzeug nach Deutschland, das erste in meinem Leben. Mit dem Hundetaxi ging es schließlich weiter in mein neues Leben – nach Hilden, wo meine Familie damals wohnte. Es war Februar 2022 und kalt. Wo war ich hier gelandet?
Als ich abends ankam, wurde meine Box in die Wohnung getragen. Ich hatte große Angst und traute mich nicht heraus. Mein neues Herrchen gab mir jedoch viel Zeit und legte ein paar Leckerchen vor die Box. Ich beobachtete sie misstrauisch – durfte ich die wirklich nehmen? Würde das Ärger geben? Also wartete ich, bis niemand mehr da war. Als die Luft rein war, schlich ich hinaus, schnappte mir schnell ein Leckerchen und zog mich sofort wieder zurück. Doch die Neugier wurde größer. Also wagte ich mich erneut hervor und entdeckte einen Wassernapf, einen Futternapf und sogar ein Körbchen. Nach kurzem Zögern legte ich mich hinein und schlief nach all der Aufregung tief und fest ein.
Am nächsten Morgen merkte mein Herrchen, dass ich aus der Box gekommen war, und freute sich sehr. Für mich war das jedoch ein Schreck, und ich flüchtete erneut in meine sichere Höhle. Aber mein Herrchen gab nicht auf. Er setzte sich mit viel Abstand zu mir und lockte mich geduldig mit Leckerchen heraus. Vorsichtig legte ich mich wieder in das Körbchen – und wurde zum ersten Mal behutsam gekrault.
Nach der Eingewöhnung ging es das erste Mal nach draußen. Alles roch anders, es gab Wiesen und Bäume, und ich hatte so viel Neues zu entdecken. Obwohl ich nie an einer Leine laufen musste, wurde mir gesagt, dass ich das toll mache. Ich schien ein Naturtalent zu sein. Nur andere Hunde machen mir Angst, besonders die stürmischen. Deshalb gehe ich ihnen meist aus dem Weg. Manchmal klappt das nicht, und dann muss mein Herrchen mir helfen. Insgesamt bin ich neugierig, aber ich merke auch schnell, wenn mir alles zu viel wird. Ich bin schließlich Rentner und habe mich nicht ohne Grund für meinen Ruhestand in Deutschland entschieden.
Was ich schnell gelernt habe: Menschen fassen Hunde oft ungefragt an. Das gefällt mir gar nicht und macht mir große Angst. Hände, die plötzlich von oben kommen, erinnern mich an dunkle Zeiten – an Strafen und Schläge. Ich zucke reflexartig zusammen und bekomme Panik. Nur meine Familie hat dafür Verständnis, gibt mir Zeit und baut Vertrauen mit mir auf. Bei ihnen genieße ich das Kraulen, auch wenn es mir manchmal unvermittelt zu viel wird. Dann schnappe ich aus Panik, weshalb es für Menschen, die mich nicht gut kennen, schwer einzuschätzen ist, wie ich reagiere. Meine Familie hat das schon erlebt – und gibt mich trotzdem nicht auf. Wir üben ganz viel zusammen und arbeiten an meinen Unsicherheiten. Ich war sogar bei einer privaten Hundeschule.
Viele Geräusche lösen bei mir weiterhin Panik aus – besonders Küchenklänge wie Besteck oder Teller. Ich kann tief schlafen und trotzdem beim leisesten Geräusch hochschrecken. Entspannen fällt mir schwer, und ich stehe sehr viel herum, weil ich mir unsicher bin, ob es sicher ist, mich hinzulegen. Zum Glück habe ich inzwischen drei Körbchen, sodass ich immer ausweichen kann, wenn es mir zu viel wird.
Meine Panik wurde irgendwann so groß, dass ich plötzlich kaum noch hören konnte. Der Stress machte mich wohl zeitweise taub. Dazu kommen mein Alter und eine leichte Inkontinenz. Doch meine Familie bleibt an meiner Seite. Wir lernten gemeinsam Kommandos in Zeichensprache, und ich bekomme Windeln, wenn es nötig ist. Manchmal muss ich im halbstündigen Takt nach draußen – das ist anstrengend für uns alle. Aber wir schaffen das zusammen. Dafür haben sich meine Herz- und Nierenprobleme erstaunlicherweise verbessert. Auch mein Gehör ist ein Stück zurückgekommen.
Trotzdem machen mir meine Gelenke im Alter zu schaffen, und Panikattacken treten häufiger auf. Laut Tierarzt liegt das wohl an meiner Schilddrüse, deshalb bekomme ich nun Tabletten. Sie geben mir etwas mehr Energie, aber wenn die Panik kommt, bleibt sie oft lange. Das erschöpft mich sehr und macht mir das Hinlegen weiterhin schwer. Entspannen bedeutet für mich, meinen Schutz aufzugeben. Deshalb stehe ich oft viele Stunden am Tag und brumme vor mich hin.
Mittlerweile bin ich nach Köln gezogen. Neues Zuhause, neue Gerüche – und ich fühle mich hier sehr wohl. Ich habe viel Platz und kann meinen Schlafplatz frei wählen. Wenn mein Herrchen im Homeoffice arbeitet, liebe ich es, Leckerchen in Decken zu suchen. Manchmal schummele ich ein bisschen und schnüffle direkt dort, wo sie gerade versteckt wurden – aber es macht einfach zu viel Spaß. Ich habe sogar einige Tricks gelernt: Sitz, Platz, Drehen, Leckerchen auf Kommando nehmen und (mehr oder weniger erfolgreich) kommen.
Da mein Herrchen zwei Tage die Woche ins Büro muss, mache ich dann immer Urlaub in Willich bei meinen Großeltern. Anfangs war ich geschockt, weil dort ein Kater lebt – und er hat sehr klar gemacht, dass es sein Revier ist. Mittlerweile verstehen wir uns aber gut. Ich kenne die Wege dort, genieße die Feldrunden und den Garten, und habe sogar zwei Körbchen. Auch wenn das Hin und Her nicht immer leicht ist, machen wir das Beste daraus.
Denn das Wichtigste für mich ist, dass ich Menschen um mich habe, die mich verstehen, die mich akzeptieren und lieben – genau so, wie ich bin. Mein Rudel. Meine Familie. Egal was kommt, ich werde nicht alleine sein. Und zusammen werden wir weiterhin alle Herausforderungen meistern und ein schönes Hundeleben haben.
Flauschige Grüße
Luke
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