Ein Ort der Hoffnungslosigkeit – aber auch ein Ort, an dem wir nicht wegsehen dürfen.
Velika Kladuša, Bosnien
Es ist, als würde man auf einem anderen Planeten ankommen: mitten im Nirgendwo, auf einer Mülldeponie in Velika Kladuša, Bosnien. Ein Ort, an dem Hunde ohne jede Hoffnung auf Hilfe um ihr Leben kämpfen. Überall auf diesem Gelände sieht man sie – Hunderte von Tieren, die verzweifelt nach Nahrung suchen. Verstorbene Tiere liegen in den Müllbergen und den angrenzenden Wäldern. Der beißende Geruch von Verwesung und Kot liegt in der Luft.
In dieser unvorstellbaren Situation hat unser Kooperationspartner SOS Sapica / SOS Vergessene Pfoten mit einem ersten Schritt reagiert: Für 500 Euro wurde Stroh an diesen Ort geliefert, um den Tieren wenigstens ein kleines Stück Wärme zu geben. Zusätzlich hat der Verein aufgrund des Hilferufs fünf Tonnen Futterspenden erhalten und direkt weitergeleitet, damit die Hunde sich nicht weiter von Müll ernähren müssen und krank werden.
5.620 Euro für 100 Kastrationen hat der Verein SOS Vergessene Pfoten bereits an den vor Ort tätigen Tierarzt überwiesen, um der unkontrollierten Vermehrung ein Ende zu setzen. Die kastrierten Tiere erhalten farbige Ohrmarken, damit sie nicht erneut eingefangen werden müssen und klar ist, dass sie sich nicht weiter vermehren.
Eine Kastration kostet vor Ort rund 50 Euro.
Das bedeutet: Schon mit 50 Euro kannst du ganz konkret helfen, Leid zu verhindern – bevor es entsteht. Jede einzelne Kastration verkleinert den Kreislauf aus unkontrollierter Vermehrung, Hunger, Krankheit und Tod und gibt dieser Region überhaupt erst eine Chance auf nachhaltige Verbesserung.
Leider ist es nicht möglich, all diese Tiere zu retten. Im Moment können wir lediglich die weitere Vermehrung und damit zusätzliches Leid verhindern, um in den kommenden Jahren überhaupt eine kleine Chance auf nachhaltige Verbesserung zu haben.
APAL ohne Grenzen e.V. hat den Start dieses großen Projekts mit 2.000 Euro Soforthilfe unterstützt. Viele verletzte und kranke Tiere müssen in den nächsten Wochen medizinisch versorgt werden. Dank der selbstlosen Zusammenarbeit beider Vereine können wir versuchen, dieser Katastrophe ein kleines Stück Hoffnung entgegenzusetzen.
Doch das reicht nicht.
Diese Hunde sind sich selbst überlassen. Sie sind der Witterung schutzlos ausgeliefert und kämpfen jeden Tag gegen Hunger, Krankheit und Leid. Dali (SOS Vergessene Pfoten) hat sich gemeinsam mit vier Helfern und zwei Transportern auf den Weg gemacht, um sich selbst ein Bild der Situation zu machen. Der Hilferuf von Sakib Dautovic war zu laut, um ihn zu ignorieren.
Die ersten 30 Hunde – fast ausschließlich alte, verletzte und kranke Tiere – konnten bereits gerettet und in das vereinseigene Tierheim unseres Partnervereins gebracht werden. Dort werden sie medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Diese Rettungen werden den Verein in den kommenden Monaten vor enorme finanzielle Herausforderungen stellen.
Es ist ein wahnsinniges Projekt, das uns in den nächsten Wochen intensiv begleiten wird – und dafür brauchen wir eure Hilfe. Die Tiere sind auf uns angewiesen. Wir möchten dort helfen, wo sonst niemand hinsieht.
Wir brauchen dringend eure Spenden. Jeder einzelne Cent hilft, diesen Hunden eine Chance auf ein besseres Leben zu geben. Wir werden euch über jeden Schritt informieren und danken euch schon jetzt von Herzen für jede Unterstützung.











Gemeinsam können wir die Lebensbedingungen dieser Hunde ein kleines bisschen besser machen.
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